Über mich Silke Thieler

 

Ich bin Silke und lebe in Brandenburg, Deutschland. Schon in der Grundschule habe ich meine Leidenschaft für Kunst entdeckt. Was mit Mandalas begonnen hat, wurde schnell zu meiner Passion. Lange Zeit habe ich mich auf Landschaften, Tiere und Menschen spezialisiert und zum Beispiel Urlaubseindrücke malerisch festgehalten. Als ich mich mehr mit der Kunstszene beschäftigt habe und mich mit anderen Künstlern auseinander gesetzt habe, kam ich vor 6 Jahren dann schlussendlich zur abstrakten Malerei. Seitdem verbringe ich viele Stunden vor meinen Leinwänden. 

 

Seit Kindheit an interessiere ich mich für die Kunst und habe sie intensiv in mehreren Bereichen kontinuierlich praktiziert. Sowohl der Musik als Cellistin, als auch der Malerei gilt meine Leidenschaft. Beruflich hatte ich mich für die Kombination aus Kunst und Handwerk entschieden und den Beruf der Kunstschmiedin erlernt. Auch während dieser Ausbildung hatte die darstellende Kunst einen hohen berufsbedingten Stellenwert. Dem folgten einige Semester Studium im Bereich Maschinenbau, Theater- und Veranstaltungstechnik in Berlin, das ich aber später aus familiären Gründen aufgeben musste. Der Musik bin ich bis heute treu geblieben, spielte über viele Jahre im Sinfonieorchester, woraus sich Bühnenbildarbeiten für private Veranstaltungen, aber auch für Aufführungen mit jenem Orchester ergaben. Seit einigen Jahren widme ich mich zudem der abstrakten Kunst. 

 

Meine Bilder entstehen aus dem inneren Drang, meine aktuellen Gedanken und Gefühle, aber auch aktuelle Wahrnehmungen und Erlebnisse bildhaft darzustellen. Obwohl die so entstehenden Bilder von Betrachtern gemeinhin als "abstrakte Kunst" bezeichnet werden, scheint der Begriff "Abstraktion" als Erfassen des Wesens von Objekten durch Wegdenken von unwesentlichen Einzelheiten, nicht zu passen - denn: Was ist "unwesentlich"?. Die abstrakte Kunst soll keinen Bezug zur Wirklichkeit haben...ich meine, sie entzieht sich dem Betrachter, denn der Künstler selbst findet im Nachhinein doch immer wieder einen Zusammenhang zu seiner Kunst und seinen Erlebnissen, der dem Betrachter jedoch verschlossen bleibt. Die Interpretation liegt beim Betrachter und die Botschaft des Künstlers kann eine völlig andere sein. 

Meine Bilder setzen sich aus miteinander korrespondierenden visuellen Artefakten zusammen. Das können scharfe Trennlinien, Konturen, kontrastierende Farben sein, oder weiche, pastellene Farbverläufe oder harmonische Farben. Farbassoziationen (typisch wird z.B. Rot als Feuer, Glut, Leidenschaft assoziiert bzw. empfunden), Muster und Strukturen, Eckigkeit, Rundheit, filigrane Bildbereiche oder übergreifende Strukturen. 

Einem Betrachter erschließen sich meine Bilder manchmal erst nach längerem Hinsehen. Was man sieht bzw. welche Dinge man durch Assoziation zu sehen meint, hängt vom eigenen Schatz an Erfahrungen, Sichtweisen und den individuell im Gehirn gespeicherten Artefakten und 

Assoziationen ab. Mir wurde oft berichtet, dass der Eindruck eines meiner Bilder sich völlig ändert sobald das Bild gedreht wird, der Betrachter mein Bild von Weitem oder aus der Nähe ansieht oder auch wenn die Beleuchtung sich ändert (Farbkomponenten der Lichtquelle). Meine Bilder sind sämtlich auf Leinwand mit Acrylfarben erstellt. Spezielle Strukturen erreiche ich durch den Einsatz von unkonventionellen Malwerkzeugen. 

 

Einige meiner Bilder haben einen gemalten Rahmen. Einzelne Elemente überlappen dabei Bild und gemalten Rahmen. Man könnte sagen "so wird der Rahmen eines Bildes gesprengt". Wenn ich mich mit einem neuen Bild beschäftige, habe ich selten eine feste Vorstellung, welches Ergebnis dann vor mir liegt. Ein Bild erwächst als Ausdruck meiner jeweiligen Emotionen und Eindrücken, die mich in diesem Zeitrahmen bewegen. Die Namensgebung der Bilder erfolgt in der Entstehenszeit, nicht selten auch nach Fertigstellung. Während der Entstehungszeit betrachte ich mich selbstkritisch und werde mir dadurch erst über die zunächst unterschwelligen Beweggründe und die Wirkung des Bildes klar. Überraschenderweise haben andere Betrachter wie Freunde, Bekannte und Kunden oft ganz andere Dinge in meinen Bildern gesehen und sich über die Titulierung gewundert. Oft auch habe ich Bilder bei meinen Kunden in anderer Orientierung (gedreht) aufgehängt gesehen. Dies spiegelt die individuellen Erlebnisse, Erfahrungen und vielleicht individuelle Gedächtnis-Artefakte wieder. 

 

Die teilweise dem Spanischen entstammenden Namen einiger Bilder basieren auf der intensiven Auseinandersetzung mit dieser schönen Sprache.